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Technischer Workshop von FeRD-CC3 und FNFE-MPE in Berlin
Langjährige deutsch-französische Zusammenarbeit zur elektronischen Rechnung stärkt die Weiterentwicklung von ZUGFeRD/Factur-X
Adobe Stock / JackF
Am 18. und 19. Juni 2026 trafen sich das Competence Center 3 „Standards, Formate & Integration“ des Forums elektronische Rechnung Deutschland und die französische Partnerorganisation FNFE-MPE zu einem internationalen technischen Workshop in Berlin. Gastgeber war der Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA), der das Treffen in seinen Räumlichkeiten in der Markgrafenstraße ausrichtete.
Der Workshop stand im Zeichen der langjährigen, engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen FeRD und FNFE-MPE. Seit vielen Jahren entwickeln die beide Organisationen das gemeinsame Hybridformat ZUGFeRD/Factur-X stetig weiter und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Harmonisierung der elektronischen Rechnung in Europa. Der regelmäßige fachliche Austausch bildet eine zentrale Grundlage, um technische Anforderungen, regulatorische Entwicklungen und praktische Bedürfnisse der Anwenderinnen und Anwender frühzeitig aufzugreifen.

Das sind die Leute, die ZUGFeRD/Factur-X voranbringen: Im Rahmen des deutsch-französischen Workshops arbeiteten das Team des FeRD-CC 3 und des FNFE-MPE an der Weiterentwicklung des E-Rechnungsformats
Im Mittelpunkt des zweitägigen Treffens standen aktuelle Entwicklungen rund um E-Invoicing und E-Reporting in Frankreich und Deutschland, die laufenden E-Rechnungsreformen, die Arbeiten europäischer und internationaler Standardisierungsgremien sowie die kommende Version von ZUGFeRD/Factur-X. Eine besondere Rolle spielten dabei auch die Update-Arbeiten an der europäischen Norm EN16931 durch das Gremium CEN TC434 der Europäischen Standardisierungsorganisation CEN, die für die interoperable Umsetzung der elektronischen Rechnung in Europa von zentraler Bedeutung ist.
Aktuelle Entwicklungen in Frankreich und Deutschland
FNFE-MPE und FeRD berichteten über den Stand der nationalen Entwicklungen im Bereich E-Invoicing und E-Reporting. Die Teilnehmenden diskutierten Gemeinsamkeiten, Unterschiede und mögliche Synergien zwischen beiden Ländern – insbesondere mit Blick auf die laufenden E-Rechnungsreformen, deren praktische Umsetzung und die weitere europäische Abstimmung.
Europäische und internationale Standardisierung
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den laufenden Aktivitäten des Zentrums der Vereinten Nationen für Handelserleichterung und elektronische Geschäftsprozesse UN/CEFACT sowie denen der CEN-Gremien TC434 und TC440. Im Fokus standen insbesondere die Updatearbeiten des CEN TC434 an der EN16931 als europäischem Bezugsrahmen für elektronische Rechnungen. Diskutiert wurde, wie diese Arbeiten mit weiteren Standardisierungsinitiativen verzahnt werden können, um Interoperabilität, Praxistauglichkeit und grenzüberschreitende Anschlussfähigkeit sicherzustellen.
Weiterentwicklung von ZUGFeRD/Factur-X
Die Planung der nächsten Version von ZUGFeRD/Factur-X nahm einen zentralen Platz ein. Die Expertinnen und Experten erörterten technische und rechtliche Anforderungen, den geplanten Umfang der kommenden Version, die Release-Planung sowie offene Fragen zur Versionierung. Ziel ist eine transparente, verlässliche und praxisnahe Weiterentwicklung des Standards im Einklang mit den Anforderungen und Weiterentwicklungen der EN16931.
Bruttorechnung und Umsetzungsszenarien
Intensiv diskutiert wurde das Thema Bruttorechnung. Dabei standen relevante Geschäftsszenarien, technische Rahmenbedingungen, Rundungseffekte und Compliance-Aspekte im Vordergrund. Gemeinsam wurden Umsetzungsoptionen bewertet und nächste Schritte für die weitere Ausarbeitung festgelegt.
Qualitätssicherung, Validierung und Anwenderunterstützung
Am zweiten Workshoptag befassten sich die Teilnehmenden mit Entwicklungs- und Supportprozessen, der Qualitätssicherung sowie der Pflege und Übersetzung von Validierungsartefakten. Zudem wurden Erfahrungen mit Testrechnungen und Beispieldateien ausgetauscht, um Lücken, Best Practices und Verbesserungsbedarfe zu identifizieren.
Kommunikation und weitere Formate
Auch die Koordination von Content- und Marketingthemen war Teil der Agenda. Darüber hinaus wurden weitere Formate, insbesondere EDIFACT im Kontext der CTC-Reform und der Arbeiten von CEN TC440, diskutiert.
Der Workshop zeigte erneut, wie wertvoll die gewachsene Partnerschaft zwischen FNFE-MPE und FeRD für die europäische E-Rechnungslandschaft ist. Gerade vor dem Hintergrund der laufenden E-Rechnungsreformen in Europa und der Updatearbeiten an der EN 16931 kommt der gemeinsamen technischen Arbeit besondere Bedeutung zu: Sie unterstützt Unternehmen dabei, neue Anforderungen praxistauglich umzusetzen und zugleich Interoperabilität, Harmonisierung und Rechtssicherheit auf Basis gemeinsamer europäischer Standards zu stärken.
Ein besonderer Dank gilt dem Verband der Automobilindustrie e. V. für die Gastfreundschaft in Berlin sowie der ZUGFeRD Community für die Einladung zum gemeinsamen Social Dinner und Networking im Restaurant Baret auf der Dachterrasse des Humboldt Forums. Ebenso danken FeRD-CC3 und FNFE-MPE allen Referentinnen, Referenten und Teilnehmenden für ihre Beiträge, den offenen Austausch und die konstruktive Zusammenarbeit.
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