Bitkom und FeRD: Gemeinsame Kommentierung des Digital Office Index 2020 online abrufbar

Papierstapel, Briefe und Aktenordner haben ausgedient: Die deutsche Wirtschaft macht bei der Digitalisierung ihrer Verwaltungsprozesse in diesem Jahr kräftig Druck, so auch bei der Einführung der elektronischen Rechnung. Dies belegen die Ergebnisse der nun bereits dritten Erhebung des Digital Office Index im Jahr 2020 (PDF-Datei, 1,4 MB). Bitkom und FeRD haben das Umfrageergebnis für die elektronische Rechnung nun gemeinsam analysiert und kommentiert.

Der strukturierte, medienbruchfreie Rechnungsaustausch gewinnt an Bedeutung
Die Ergebnisse des Digital Office Index im Jahr 2020 deuten darauf hin, dass der strukturierte und medienbruchfreie Rechnungsaustausch in Deutschland an Bedeutung gewinnt. So ist die Verbreitung der E-Rechnung in diesem Jahr auf 30 Prozent unter den befragten Organisationen angestiegen. Im Vergleich: 2018 haben lediglich 19 Prozent der befragten Unternehmen ein elektronischen Rechnungsformat eingesetzt.[1]

Gemeinsame Kommentierung von Bitkom und FeRD
Auch wenn die elektronische Rechnung an Bedeutung gewinnt, gilt es weiterhin über die Leistungspotenziale der E-Rechnung zu informieren. Dabei ist zu berücksichtigen, dass vor allem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) Unterstützung benötigen, um den Weg der digitalen Transformation des elektronischen Rechnungsaustausches erfolgreich zu beschreiten. Zu diesem Schluss kommen Bitkom und FeRD in einer gemeinsamen Kommentierung des Digital Office Index 2020 (PDF-Datei, 100 KB). Darüber hinaus verstärke die verpflichtende Einführung des elektronischen Rechnungsaustausches in europäischen Ländern wie z. B. Italien, Spanien oder Frankreich die Handlungsnotwendigkeit, den Anteil des elektronischen Rechnungsaustausches auch hierzulande zu erhöhen.



[1] Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder und IT-Leiter von 1.104 Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten in Deutschland sowie die Leiter von 51 Organisationen der Öffentlichen Verwaltung im Mai und Juni 2020 telefonisch befragt.

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